In der Gemeinde Wil wurde ein Vorsteherwechsel vollzogen. Dazu hat unser Apostel Matthias Pfützner, am Mittwochabend den 10. September 2025, die Gemeinde Wil besucht. Eingeladen dazu war auch die Gemeinde Uzwil, denn der Vorsteher der Gemeinde Uzwil, Hirte Reto Schefer, wird zukünftig auch die Gemeinde Wil leiten. Der bisherige Vorsteher der Gemeinde Wil, Priester Daniel Nyffenegger, wird im Herbst mit einer beruflichen Weiterbildung beginnen, die zeitlich sehr herausfordernd ist. In diesem Zusammenhang hat er den Apostel gebeten, ihn von der Vorsteheraufgabe zu entbinden.
Der Apostel legte seinem Dienen das Bibelwort aus Johannes 3, den Vers 29 zugrunde:
Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt.
Der Apostel durfte in den vergangenen Wochen mehrere Hochzeiten hintereinander halten und daher ist dieses Bild der Braut in diesem Bibelwort, welches Johannes der Täufer hier erwähnt, nicht ganz zufällig. Die Hochzeit, das Bild der Freude, das Bild der Erwartung, das Bild der Liebe. Wer ist der Bräutigam? Der, der die Braut hat! Der Apostel sagte: Ich stand daneben, ich durfte sie zusammenführen, begleiten, die Trauung vorbereiten, ihnen sagen, was der Wert eines solchen Bundes ist. Aber ich war nicht der Bräutigam. So wie Johannes der sagte: Schau genau hin, der Bräutigam ist derjenige der dich erwählt hat. Er ist derjenige der dich liebt.
Wir hören sehr oft, dass wir die Braut Christi sind. Doch versucht mal zu sagen: Ich bin die Geliebte des Herrn! Und das bedeutet: ich bin von ihm auserwählt. Das Ja, ich will, ist ein ungeteiltes Ja. Du bist der/die Einzige. Also Brautsein bedeutet, ganz dem Bräutigam zu gehören. Da gibt es keine Nebenbeziehung, da gibt es keinen geteilten Bund. Das ist der Anspruch Christi an uns. Wenn du seine Braut bist, geliebt und auserwählt, dann will er dich ganz – nicht geteilt mit etwas Anderem.
Was macht die Braut aus?
Das erste ist die Identität der Braut. Ich bin die Braut Christi! Dir gehört mein Herz, dir gehört meine Treue. Die Identität bestimmt mich. Der Apostel sagte: «Wenn dich mal jemand fragt, was neuapostolisch ist – das ist die Braut Christi. Die Braut ist nicht neuapostolisch – die Braut ist Christi! Die Braut gehört ihm.»
Das zweite ist Zugehörigkeit. Wenn ich zu ihm gehöre, dann gehört er auch zu mir. Das darf ich in Anspruch nehmen. Jedes Ehepaar darf das in Anspruch nehmen. Ich gehöre zu dir und du zu mir. Darauf kann ich mich verlassen. Das gibt halt. Du bist niemals allein. Jesus Christus ist da.
Der dritte Aspekt von Brautsein ist Freude. Der Apostel bestätigt, dass bei all den Hochzeiten, die er gehalten hatte, da war keine Braut, kein Bräutigam da, die/der sich nicht gefreut hätte. Eine Braut freut sich auf die Hochzeit. Wenn wir die Braut Christi sind – Geliebte des Herrn – dann leben wir in der Vorfreude.
Wir Geistlichen sind Brautwerber und sagen: Schau dir den Bräutigam genau an, siehst du wie er sich freut, siehst du sein Herz, siehst du seine Liebe zu dir? Wir begleiten die Braut zu dieser Begegnung mit Christus.
Bezirksevangelist Andreas Schachtner beginnt seinen Predigtbeitrag mit dem Hinweis: Wir haben eine Doppelrolle. Du bist Braut – aber auch Brautwerber oder Brautwerberin. Eine Braut entwickelt sich. Das ist unsere Aufgabe, dass wir in der geistigen Entwicklung nicht stehenbleiben. Was hat sich in den letzten drei Jahren verändert? Der Bezirksvorsteher hat darauf hingewiesen, dass wir uns in der heutigen Zeit oft «verzetteln». Dadurch entsteht Stillstand. Wir sollen uns sammeln. Sammeln als Braut Christi - konzentrieren wir unsere Gedanken und unsere Ausrichtung auf unseren Bräutigam.
Zum Vorsteherwechsel erläuterte der Apostel: «Wir versuchen einmal die erprobte und gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Uzwil und Wil zu vertiefen. Etwas näher zusammenzurücken». Hirte Reto Schefer wurde zusätzlich zur Gemeinde Uzwil auch als Vorsteher für die Gemeinde Wil beauftragt. Der Apostel dankte dem Priester Daniel Nyffenegger für alles, was er in Liebe gemacht hat. Gott hat es gesehen!
Bericht und Fotos: Juerg Hauser