... komm zur Lebensquelle, da steckt MEHR drin, als du glaubst

05.07.2025

Eine Andacht zur Vorbereitung auf den Gottesdienst für die Verstorbenen.

Am Samstag, den 05.Juli 2025, um 19 Uhr, luden Priester Ph. Brückner und Priesterin P. Mayer zu einer Andacht in der Kirchengemeinde Bregenz ein. Der Bibeltext aus Johannes 4,14 diente als Grundlage für den Abend:
"wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt."

Im Eingangsgebet lag der Schwerpunkt auf der Verbindung zu den Seelen in der Ewigkeit. Mit dem Lied "Ich weiß einen Strom" lud Priester Brückner die Gemeinschaft zum "doppelten Beten" ein, gemäss dem Ausspruch "wer singt betet doppelt".

Die einleitenden Worte, in denen Priesterin Mayer von verschiedenen Glaubenserlebnisse berichtete, die im Zusammenhang mit diesem Abend und dem dazugehörigen Thema stehen, bildeten eine wunderbaren Einstieg. In den Ausführungen wurde für die Anwesenden klar, um Gott zu erleben, seine Nähe zu verspüren und das zu erfahren was er geben möchte, braucht es manchmal viele Erlebnisse, die sich wie ein Puzzle mit vielen einzelnen Teilen zu einem grossen Ganzen zusammenführen lassen.

Priesterin Petra Mayer wurde am Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt durch Apostel Matthias Pfützner ordiniert und dieser Gottesdienst bzw. ein Erlebnis daraus galt als Schlüsselmoment, in dem ihr klar wurde, diese Andacht möchte ich mitgestalten. Die liebevolle Geste einer Glaubensschwester, die der Priesterin ohne Aufforderung, nach dem Gottesdienst während der Verabschiedung ein Glas Wasser reichte, war der Impuls dafür, Jesus als Quelle des Lebens in den Mittelpunkt der Andacht zustellen - die Geste, gelebte Nächstenliebe und ein sehendes Herz für das, was der Nächste gerade braucht!

Diese Gedanken griff Priester Brückner in seiner Ansprache auf und forderte die Anwesenden dazu auf, genau hinzuschauen, was der Nächste braucht und sich auch die Frage zu stellen, wer ist mein Nächster. Der Priester ging darauf ein, dass wir in der heutigen Zeit viel zu sehr auf uns schauen und vielleicht noch in die Familie, den Freundeskreis - die Aufgabe über diesen Rahmen der Gemeinschaft hinauszuschauen und ein offenes Herz für jede verlangende Seele zu haben, galt allen die an diesem Abend teilnahmen. Besonders betont wurde das Gedenken an die Seelen die eben ohne dieses Wasser des Lebens von dieser Erde gingen.

An die zu denken, die den dreieinigen Gott hier auf Erden noch nicht erkennen und erleben durften, das war der Auftrag für die anschließenden stillen Gebete.

Der erste Teil der Andacht schloss wieder mit einem gemeinsamen Lied und der gleichzeitigen Einladung, die in die Ewigkeit ausgesprochen wurde "Treff ich dich wohl bei der Quelle".

Im Anschluss an das Lied durfte jeder Besucher des Abends, begleitet von leiser und sanfter Orgelmusik, sein ganz individuelles Gespräch mit Gott vor dem Altar führen. Mit der Idee Licht zu geben, Wasser zu empfangen und es weiterzugeben wurde ein wichtiger Impuls in die Herzen zur Nachbereitung der Andacht gelegt.

Jeder, der ein Gebet an den Altar legen wollte, durfte sich auf dem Weg dorthin eine entzündete Kerze abholen und somit das Licht als Symbol der Liebe und Nähe Gottes mit seinem Gebet verknüpfen. Zum Tausch gegen das Licht konnte sich jeder eine Flasche Wasser, die bereits am Altar aufgestellt waren, mitnehmen - ABER nicht zum selbst trinken (obwohl es sehr warm war), sondern zum Weitergeben an den Nächsten, der hier auf Erden noch suchend ist.

Ca. 60 Gläubige nahmen an dieser Andacht teil und ließen den Abend bei einem liebevoll vorbereiteten Apèro ausklingen.