Neugierig kamen die Besucher der Andacht zusammen. Im Kirchenraum wurde bereits im Vorfeld Platz geschaffen, damit sich alle während der Andacht frei bewegen konnten. Es wurden Metal Lieder aus den Bereichen Heavy Metal, Black Metal, Metal Core, Trash Metal, Death Metal und Power Metal gespielt. Diese Musik verarbeitet sehr viele Emotionen in unterschiedlicher Art und Weise und auch christliche Texte und Botschaften werden in dieser Musikrichtung transportiert. Die Liedtexte wurden an die Leinwand projiziert, so dass die Texte gemeinsam gelesen werden konnten. Die Lieder der Metal Andacht setzten folgende thematischen Schwerpunkte:
- der Kampf gegen das Böse, die Hoffnung und Stärke in Jesus Christus,
- Ablegen von Zweifeln und Annehmen von Jesus Christus,
- Göttliche Begegnung,
- Mut, Glaube, Bestimmung,
- Kampf um persönliche Verlassenheit und Erlösung,
- Ewigkeit, Allmacht und Lobpreis,
- Leben schätzen und genießen.
Nach den Liedern gab es Momente der Stille, um das Gelesene und Gehörte wirken zu lassen. Auch zusätzliche Impulse aus der Bibel wurden eingeblendet, um zu reflektieren und mit Gott ins Gespräch zu kommen. Zwischen den Liedern gab es verschiedene Wortbeiträge.
So ging Vikar Attila von der Altkatholischen Kirche in seinem Wortbeitrag darauf ein, dass Einheit dort entsteht, wo Jesus auf Grund unserer gegenseitigen Liebe unter uns ist. Jesus Christus betet für uns, damit wir alle eins werden. Wenn wir Jesus Christus in die Mitte unseres Lebens stellen, können wir mehr und mehr in der Liebe untereinander und zueinander zusammenwachsen. Schauen wir aufeinander.
Priester René von der Neuapostolischen Kirche betonte, dass wir die erlebte Musik und die Texte tief in uns aufnehmen sollen, damit sie wirken können. Lassen wir uns bewusst darauf ein. Wir erleben Gott oft auch da, wo wir es nicht vermuten. Also, haben wir keine Angst, probieren wir es aus!
„Einatmen – Ausatmen“. Mit einem meditativen Wortbeitrag führte die Jugendreferentin Sarah von der Evangelischen Kirche Salzburg-Tirol die Teilnehmer darauf hin, dass uns Gott mit seinen unfassbaren Möglichkeiten wie er mit unseren Herzen umgehen kann, begeistern kann. Spüren wir die Kraft Gottes in den Bässen der Musik? Halten wir immer wieder inne, um Gott auf unterschiedliche Art und Weise zu erleben. Und dann können wir voller Überzeugung sagen: „Weiter geht‘s“.
Nehmen wir die Allmacht Gottes wahr, sind wir mutig, um für unseren Glauben zu kämpfen. Dann werden wir ganz persönliche Begegnungen mit Gott erleben können - auch auf neuen Wegen. Das gab Priester Alex aus der Neuapostolischen Kirche den Teilnehmern zum Abschluss mit auf den Weg.
Die Musik bewegte die Herzen der Teilnehmer auf eine neue Art und Weise. Alle die sich darauf eingelassen haben, konnten erleben, dass Gott sich auch auf diesen neuen Wegen entdecken lässt. Gott lässt sich immer finden, wenn wir genau hinschauen: manchmal in ganz alltäglichen Dingen oder - wie in dieser Andacht - in der Metal Musik.
Die Metal Andacht fand im Rahmen des ökumenischen Feuers des Jugendrats Österreich statt.
N. Röthling | A. Seifriedsberger