8. Mai 2022 – Muttertag

08.05.2022

Unser Bischof Keller besucht zum ersten Mal die Gemeinde. Er diente mit den Gedanken aus Psalm 37, Vers 4 «Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht».

Bezugnehmend auf das Chorlied, wies er darauf hin, dass wir Gott loben wollen. Dass wir Grund haben ihn zu loben und preisen, dankbar zu sein auch für seine Schöpfung, die wir jeden Tag geniessen dürfen. Obwohl der Muttertag kein Feiertag ist, darf auch hier eine besondere Dankbarkeit auf den Altar gelegt werden. Ob die Mutter bereits in die Ewigkeit gezogen ist, oder ob sie noch unter uns weilt, Alle haben eine Mutter. Der Bischof zitiert einen Vers aus den Sprüchen Salomos «Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird».


Was heisst, habe deine Lust am Herrn? Die Antwort liegt im Eingangslied: «Das Gotteshaus ist unsere Lust und wird es immer mehr». Lust heisst Genuss, Freude, Vergnügen, Wohlstand. Es soll für uns als Gotteskinder auch eine Lust sein Frieden zu haben. Wir wollen auch Lust am Sonntag haben. Der Katechismus gibt unter dem Titel «Gestaltung des Sonntags» wunderbare Impulse dazu. Das Gegenteil könnte man mit Unlust bezeichnen: Verdruss, Ärger, Unzufriedenheit. Wie schnell kann aus Lust Frust werden?


Gott gibt, was dein Herze wünscht. Vertrauen wir ihm, dass er nur gute Absichten hat, auch wenn einmal unser Wunsch anscheinend nicht gehört oder erfüllt wird? Wir wollen keine Kopfwünsche haben, es sollen Seelenwünsche sein. Auch wollen wir in diesem Zusammenhang unserem himmlischen Vater keine Forderungen stellen. Wünsche sind keine Forderungen.


Der Gottesdienst wurde durch Chor und Orchester umrahmt und fand seinen Abschluss damit, dass unsere Schwestern mit einer Rose, als kleine Dankbarkeit der Gemeinde, den Heimweg antreten konnten.