Gott ist treu und uns stets nahe

25.03.2026

Den Besuch von Bischof Weidmann am 25. März 2026 hatte die Gemeinde mit Vorfreude erwartet. Seinem Dienen legte er das Bibelwort aus Jeremia 32, 41 zugrunde: «Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Lande einpflanzen in beständiger Treue, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.»

Bischof Weidmann

Zu Beginn fasste der Dienstleiter Eingangs- und Chorlied zusammen: Gott ist treu! Treu in der Zusage seiner Nähe zu uns. Er sagt nicht heute ja und morgen nein. Er hat uns den Heiligen Geist gegeben, was wir als Zeichen der Treue ansehen dürfen. Dieser Geist wirkt in dir und mir - wie wertvoll ist es, dies zu erkennen.

Weiter führte er aus, dass verwurzelt zu sein, ein intensiveres Erleben ermöglicht. Dann beschrieb er, wie viele Dinge im irdischen Leben wie auch im Glaubensleben herausfordernd sind. Vielleicht wünscht man sich im Leben seit längerem auch eine Veränderung. Nicht, im Lotto zu gewinnen, sondern, dass etwas weggenommen wird, wenn es belastend ist oder traurig macht. Es gibt verschiedene Dinge, die man im Leben tragen muss. Trotzdem – unabhängig von der Lebenssituation – darf man die Treue Gottes erleben.

Der Bischof empfahl den Geschwistern, die Stille zu suchen. In unserem Leben gibt es viel Lärm, weshalb wir die Impulse Gottes manchmal gar nicht richtig hören können. Die Stille nutzen wir, um Gott, der immer für uns da ist, zu erleben - auch im Gebet. Jeder Gottesdienst ist ein Gnadengeschenk Gottes. Wir wollen bewusst mit dem verkündeten Inhalt arbeiten, ihn bewusst wirken lassen. Ebenso wollen wir bewusst glauben und in der Liebe zum Nächsten wirken. Der Bischof regte an, sich die Frage zu stellen: Was nehme ich aus dem Gottesdienst mit in den Alltag?

Zum Wort aus Jeremias führte er aus, wenn wir im Glauben verwurzelt sind, dann …

  • versuchen wir, uns bewusst im Glauben zu entwickeln. Gott schenkt die Fähigkeit dazu
  • wünschen wir uns, die Beziehung zu Jesu zu intensivieren
  • wollen wir die Liebe Gottes stärker erleben
  • suchen wir, intensiver zu beten
  • sind uns das Wort, das Heilige Abendmahl, der Schlusssegen viel wert
  • ist alles intensiver erlebbar.

Er gab den Rat, zu prüfen, welche Einflüsse wir an uns heranlassen.

 

Predigtbeitrag des Gemeindevorstehers

Auf das Zwischenlied des Chors «Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet» eingehend, erläuterte er: Dieser Schutz soll immer in unserem Leben stehen, ob es uns gut geht oder ein Sorgenberg vor uns steht. Die Zuversicht in Gottes Beistand sei wie eine sichere Burg. Ohne den Herrn sind wir nichts, mit dem Herrn sind wir alles, nämlich Gottes Kinder. Er erwähnte die Bibelworte aus Kolosser 2,7 (verwurzelt und gegründet in ihm) und aus Habakuk 2, 20: «Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!». Gott hat alles im Griff, ob es lärmig ist, Krieg herrscht, usw. - nichts kann Gottes Heilsplan aufhalten, nichts uns trennen von seiner Liebe.

 

Der Dienstleiter drückte seine Freude aus über die anwesenden Kinder. Danach beschrieb er die Stimmung in einem Seminar mit Apostel Pfützner. Eine grosse Folie wurde gezeigt - Musik ertönte und stoppte plötzlich. Dann blieb es länger als erwartet still, was sehr eindrücklich wahrgenommen wurde. Lassen wir uns führen von Gott. Im Moment der Stille gelingt es uns besser.

Nun wies der Bischof auf das Heilige Abendmahl hin und mahnte, wir sollen uns unserer Sünden bewusst werden. Es gehe nicht darum, sich schlecht zu fühlen, sondern darum, das Bewusstsein für die Sündenvergebung zu entwickeln. Wir wollen uns auch in der Buss- und Vergebungsbereitschaft üben.

Der Chor sang zum Abschluss das Lied «Erhaben, o Herr, über alles Lob, über alle Herrlichkeit». Das Instrumentalensemble spielte vor dem Gottesdienst etliche Kirchenlieder zur Einstimmung.