Der Sommer erinnert uns an die Fülle des Lebens, an das, was Gott in seiner Schöpfung großzügig zur Verfügung stellt. Ich denke an Jesu Aussage in Johannes 10, 10:
«Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.»
Nicht das knappe, nicht das getriebene, nicht das abgesicherte Leben - sondern das volle, weite, freie Leben in Gott. Jesus schenkt nicht einfach nur mehr vom Alten, sondern ein neues Leben aus seiner Liebe, seiner Nähe, seiner Vergebung. Gerade der Sommer kann uns lehren, dieses Leben wieder mehr zu empfangen - wie die Sonne, die uns wärmt. ohne dass wir sie kontrollieren können. Wie ein Fluss, in dem wir uns tragen lassen. statt gegen den Strom zu schwimmen.
Vielleicht ist dieser Sommer auch eine persönliche Einladung, neu einzutauchen in die Gegenwart Gottes. Nicht im Tun, sondern im Sein. Nicht im Leisten, sondern im Lauschen. Nicht im Planen, sondern im Genuss der Gegenwart. Was nährt mein Herz wirklich? Wo erfahre ich Gottes Nähe im Alltag? Was darf wachsen – und was darf ruhen? Fragen, über die es sich im Urlaub nachzudenken lohnt.
Ich wünsche uns allen, dass wir diesen Sommer und allfällige Urlaubstage nicht nur als Pause erleben, sondern als geistlichen Raum:
- um aufzutanken
- um neu zu hören
- um uns von Gottes Geist erinnern zu lassen, dass wir geliebt sind - einfach, weil wir da sind.
Vielleicht entdecken wir alle gerade in der Stille und Weite dieser Zeit neu, dass der größte Schatz nicht außerhalb liegt, sondern in Christus - und in uns.
Apostel Matthias Pfützner