"Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich" aus Psalm 23, 4 war die Grundlage für diesen Kindergottesdienst.
Priester R. Zingerle begann den Gottesdienst damit, die Kinder zu fragen, welches Bibelwort dem Gottesdienst zugrunde liege. Die Kinder wussten noch, dass es etwas mit Schafen und Dunkelheit zu tun hatte. Der Priester ergänzte anhand des Bibelwortes noch die Lücken. Er erklärte was die Dunkelheit in unserem Leben so sein kann: ein nicht so netter Schulkollege oder ein Streit. Der liebe Gott räumt nicht alle „Probleme“ aus dem Weg, doch wenn wir ganz nah beim Hirten stehen, können wir uns sicher sein, dass er uns tröstet und beschützt. Dazu zeigte der Priester den Kindern einen Stock, mit dem ein Hirte in der damaligen Zeit die Schafe vor Wölfen und Bären verteidigte. Er zeigte auch, dass der Stock noch eine andere Funktion hatte. Dazu klopfte er mit dem Stock auf dem Boden, um die Schafe zu sich zu „rufen“. Priester Zingerle forderte die Kinder dazu auf zu ihm zu kommen, wenn er mit dem Stock auf den Boden klopft. Als die Kinder vorne versammelt waren, zeigte er ihnen das zweite Instrument der damaligen Hirten: den Stab. Damit führte und lenkte der Hirte die Schafe. Der Stab war lang, dünn und hatte vorne ein leicht gebogenes Ende. Damit konnte der Hirte die Schafe sanft zur Seite schieben oder sie anstupsen, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch Jesus stupst uns immer wieder an, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen - folgen wir ihm dann ebenfalls nach.
Diakonin M. Seifriedsberger-Jeram nahm in ihrem Predigtbeitrag den Stock nochmals in die Hand, um mit einem Klopfen auf den Boden die Kinder nach vorne zu „rufen“. Jedes Kind nahm sich noch ein Kissen mit, um vor dem Altar einen kleinen Sitzkreis zu bilden. Die Diakonin zeigte ein Bild und fragte die Kinder was sie darauf sehen: einen Himmel, Wolken, eine in der Mitte trennende schwarze Linie und betende Hände. Diakonin M. Seifriedsberger-Jeram erklärte, dass auf der linken Seite des Bildes die Wolken oben und auf der rechten Seite die Wolken unten abgebildet sind. Links ist der Himmel so dargestellt, wie wir (die Lebenden) ihn von der Erde aus sehen. Und der Himmel rechts zeigt symbolisch, welche Sicht die Verstorbenen auf den Himmel haben. Nun durften die Kinder bunte Papierherzen bemalen und mit den Namen der Personen beschriften, für die sie beten möchten. Die Herzen klebten die Kinder dann entweder für die Lebenden auf die linke Seite oder für die Verstorbenen auf die rechte Seite des Himmels.
Nach zwei gemeinsamen Liedern, sowie der Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahles ging der Kindergottesdienst mit dem Lied „Gott ist die Liebe“ zu Ende.
M. Seifriedsberger-Jeram | N. Röthling