"Du bist mein"

06.08.2023

Am Sonntag, 06.08.2023 besuchte Bischof Fässler unsere Gemeinde, die sich aktuell in einem Provisorium versammelt während der Zeit des Umbaus unserer Kirche. Eine Feier- und Segensstunde für die ganze Gemeinde Romanshorn.

Zur Grundlage des Gottesdienstes diente das Bibelwort aus dem Hebräerbrief, 1. Kapitel, 5. Vers: «Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt, Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt? Und wiederum, Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein?»

Unser Bischof begann die Predigt damit, unser Herz in den Mittelpunkt zu stellen. Unsere Kinder hatten vor dem Gottesdienst unsere Glaubensgeschwister mit kleinen Schokoladenherzen begrüsst, auf dem kleine Notiz-Zettelchen angebracht waren mit der Botschaft «herzlich Willkommen», dies freute unseren Bischof sehr.

Danach stellte er die Tatsache in den Mittelpunkt, dass unser himmlischer Vater stets bei uns ist. Er unterstützt uns, umringt uns und hält seine schützende Hand über uns. Wir dürfen getrost sein, wir sind gesegnet.

Eindrücklich hat Gott der Vater dem Sohn, der als Mensch in diese Welt gekommen ist, bestätigt: Du bist mein Sohn und ich bin dein Vater! Heute will uns Gott durch den Heiligen Geist diese Gewissheit kund tun: Du bist mein; ich habe dich gezeugt!

Lasst uns die Bedeutung dieser Worte ganz tief bewusst werden:

  • Er hat dafür gesorgt, dass es uns gibt; dass wir geboren wurden, ist kein biologischer Zufall. Wir sind geboren, weil Gott wollte, dass es uns gibt. Wir sind nicht geboren, weil unsere Eltern sich getroffen haben. Nein, jede Geburt ist eine Entscheidung Gottes. Gott will, dass du da bist. Gott wollte dich! Es ist sein Wille, dass du da bist. Du bist von Gott gezeugt – und das ist kein Zufall! Gott sagt uns sogar: Bevor die Grundlegung der Welt geschehen ist, war vorherbestimmt, dass du zur Braut Christi zählst.
  • Er hat dafür gesorgt, dass wir wiedergeboren sind – eine neue Kreatur. Denken wir einen Augenblick darüber nach, was geschehen musste, dass dies Realität wurde. Machen wir dazu einen Streifzug durch den bisherigen Ablauf des Heilsplanes Gottes. Denken wir an unsere Vorfahren, die uns mit Gott in eine Beziehung brachten. Alles hat Gott wunderbar gelenkt, dass wir heute als Wiedergeborene hier im Gottesdienst sind.
  • Er hat dafür gesorgt, dass wir uns nicht sorgen müssen; was sagt uns Gott heute: Du bist mein! Es ist ein grosser Unterschied, ob man sagen muss: Das ist ein Kind, oder ob man sagen darf: Das ist mein Kind! Wenn Gott sagt: Du bist mein, dann geht es nicht darum, dass wir jetzt Sklaven Gottes sind, die nicht selbst entscheiden dürfen. Nein, es ist die Zusage damit verbunden: Ich liebe dich, ich sorge für dich. Was immer du tust, du bist mein Kind! Heute sagt uns Gott der Allmächtige in aller Liebe: Bitte, mach dir keine Sorgen! Du bist mein – ich sorge für dich.

Obwohl wir Gottes Kinder sind, steht es uns aber nicht zu, über andere zu urteilen. Wir wollen unserem Nächsten helfen, ebenso zu unsrem Vater und seiner Liebe zu finden, denn auch sie entstammen seiner Schöpfung. Unser himmlischer Vater liebt uns, segnet uns, kennzeichnet uns als sein Eigen und begleitet uns auf unserem Lebensweg. Heimwärts, Aufwärts, Himmelan.

So endete diese Predigt an diesem schönen Sonntagmorgen, und nach dem stärkenden Abendmahl und Schlussgebet gingen wir wieder auseinander, voller Freude und Zuversicht. Wir dürfen einen Vater im Himmel haben, der über uns wacht, mit uns den Weg geht, und dem wir vertrauen dürfen. Was könnte es Schöneres geben, als diese Zuversicht im Herzen zu tragen?