Dem Osterfestgottesdienst lagen die Bibelverse 9 und 10 aus dem 16. Kapitel des Markusevangeliums zu Grunde: "Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten."
Der Apostel gab der Gemeinde einige Impulse der Ostergeschichte und der damit verbundenen Hoffnung mit:
- Der Stein wurde weggerollt, um die Leere des Grabes sichtbar zu machen:
Der im Bibelvers erwähnte Engel rollt den Stein nicht weg, damit Jesus herauskommt, sondern damit die Menschen hineinschauen können und erkennen, dass Jesus lebt. Die Botschaft der Auferstehung ist für alle Menschen sichtbar gemacht - schauen wir hin - "Er lebt!". So wie er es angekündigt hat.
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Christ sein bedeutet Hoffnung weiterzugeben:
Wie Maria Magdalena, die den Jüngern die Auferstehungsbotschaft überbrachte, sind auch wir berufen, diese Hoffnung in die Welt zu tragen – besonders zu den Leidenden und Traurigen. Kannst Du die Botschaft der Hoffnung weitertragen? Bleiben wir nicht in Klage oder Hoffnungslosigkeit stehen, sondern gehen wir unseren Weg in der Kraft der Auferstehung, die es uns ermöglicht, Trost und Hoffnung zu spenden.
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Die persönliche Begegnung mit Jesus verändert unser Leben:
Maria erkennt Jesus, als er sich ihr persönlich offenbart. Diese Begegnung führt zu einem tiefen Moment der Anbetung und einer Veränderung ihres Lebens. Für uns gilt: Jesus lässt uns nicht im Stich. Er ist der, der uns führt. Kommt, lasst uns miteinander weitergehen, nach vorne schauen, die Zukunft in den Blick nehmen. Es wird gut.
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Auferstehung bedeutet nicht nur Erinnerung, sondern eine Lebenshaltung:
Ostern sollte nicht nur ein Mal im Jahr gefeiert werden, sondern eine innere Haltung sein, die unser ganzes Leben prägt. Die Auferstehung gibt uns die Kraft, als Botschafter der Hoffnung in einer oft hoffnungslosen Welt zu leben. Ostern bedeutet zu wissen, dass Jesus lebt und dass er uns auch heute begleitet.
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Unsere Lebensaufgabe ist es die Hoffnung weiterzugeben:
Die Auferstehung führt zu einer Sendung. Wenn wir Jesus erkennen und ihn anbeten, sind wir aufgefordert, die Botschaft der Hoffnung weiterzugeben – zuerst in unseren eigenen Familien und dann in der Welt. Dies ist der wahre Auftrag eines Christen, der nicht nur für sich selbst lebt, sondern für Andere und ihre Hoffnung.
Die weiteren Predigtbeiträge riefen noch einmal dazu auf, die Auferstehung Jesu als lebendige Erfahrung zu verstehen, die unser Leben prägt. Der Stein vor Jesu Grab wurde nicht für ihn, sondern für uns entfernt, damit wir die Hoffnung der Auferstehung erkennen können. Diese Hoffnung soll uns aus Traurigkeit und Resignation herausführen. Es geht nicht nur darum, zu sagen „Jesus lebt“, sondern ihn persönlich zu erleben und diese Kraft in unserem Leben zu erfahren. Wir sind aufgerufen, diese Hoffnung mit anderen zu teilen und in einer lebendigen Beziehung zu Jesus zu leben.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl ging der Apostel darauf ein, dass dieses Mahl die lebendige Erinnerung daran ist, dass wir in Jesus die Quelle von Hoffnung, Kraft und Freude finden. Wir wollen das Leben mit Jesus genießen und annehmen als lebendige Beziehung, die uns verändert.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde Evangelist Gottlieb Triendl nach gut 4 Jahrzehnten in den Ruhestand versetzt. Weiterhin aktiv zu sein und davon weiterzugeben was der Evangelist erlebt, das gab der Apostel dem Ruheständler mit auf den Weg und dankte ihm für sein jahrelanges Engagement.
Die Musikbeiträge - Gesang und instrumentale Stücke - trugen zu einer besonders schönen Osterstimmung beim Gottesdienst bei und erfreuten die Teilnehmenden. Im Anschluss war noch genügend Zeit das Gottesdiensterleben in der Gemeinschaft bei Getränken und Häppchen zu vertiefen.