Jugend in der Mitte

01.04.2025

Zum zweiten Mal fand in der Kirche Basel ein Gottesdienst unter dem Motto «Jugend in der Mitte» statt. Dieser wurde von unserem Gemeindevorsteher auf Mundart gehalten und musikalisch durch ein Jugendliches auf der Orgel begleitet.

«Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan» – dieses Bibelwort aus Matthäus 7, 7 begleitete den Gottesdienst und zog sich wie ein roter Faden durch die Predigt. Es ermutigt uns, im Glauben aktiv zu bleiben, Fragen zu stellen und Gott zu suchen, auch wenn nicht immer sofort Antworten kommen.

Jugendpriester und Jugendliche setzten zwei Impulse während des Gottesdiensts zum Thema Glauben und Ehrlichkeit im Alltag:

Ein Seifenfabrikant bezweifelte den Nutzen des Glaubens, da es trotz Religion immer noch viel Böses in der Welt gibt. Der Priester entgegnete, dass auch Seife nur wirkt, wenn sie benutzt wird – genauso muss der Glaube aktiv gelebt werden, um seine Wirkung zu entfalten.

Ein auszubildender Metzger stahl heimlich Knochen und rechtfertigte sich damit, dass sie wertlos seien. Der Metzgermeister entgegnete, dass Unehrlichkeit immer klein beginnt, aber leicht zur Gewohnheit wird. Einige Tage vor dem Gottesdienst sammelte unser Gemeindevorsteher ein paar Aussagen von Jugendlichen zu folgendem Satz: «Ich habe keine Lust zu beten, wenn …» Eine der Antworten lautete: «… und wenn ich keine Lust zum Beten habe, dann rede ich trotzdem mit Gott und sage ihm zum Beispiel, dass ich Zweifel habe oder ihn nicht verstehen kann.»

Nach dem Gottesdienst luden die zahlreichen Jugendlichen der Kirchgemeinde zu einem kleinen Apéro ein. So entstanden zwischen Jugendlichen und Glaubensgeschwistern viele wertvolle Gespräche. An diesem Sonntag spürten die Jugendlichen, dass sie wirklich in der Mitte der Gemeinde stehen. Es war schön zu erleben, dass unser Mitwirken geschätzt wird und auf grosse Freude stösst.

Bericht und Bilder: msu