Das abwechslungsreiche Konzert umfasste Musikstücke aus verschiedenen Epochen und spiegelte damit auch die Vielfalt der Kirchengemeinde wider. Das Programm war nicht nur eine Hommage an die Vergangenheit, sondern auch eine Orientierung für die Zukunft. Vier zentrale Werte wurden herausgegriffen, welche die musikalischen Blöcke prägten: Glaube, Hoffnung, Ehre Gottes und Frieden.
GLAUBE
Der erste Block „Glaube“ thematisierte die verschiedenen Facetten des Glaubens, von Flehen über Zuversicht bis hin zur Bitte um Gnade. Ein kleines Highlight war der Dialog zweier Orgeln des spanischen Komponisten Pedro Jose Blanco, welcher die frisch renovierte Truhenorgel zum ersten Mal seit 1935 wieder richtig zum Klingen brachte.
HOFFNUNG
Im Block „Hoffnung“ wurde die untrennbare Verbindung zwischen Glaube und Hoffnung deutlich. Mit Stücken wie Sibelius' „Finlandia“ und Mendelssohns Vertonung eines Zitats aus dem Matthäusevangelium wurde die Zuversicht in schwierigen Zeiten musikalisch zum Ausdruck gebracht.
EHRE GOTTES
Der dritte Block „Ehre Gottes“ zeigte die Vielfalt der Ehrerbietung und des Lobpreises. Die musikalischen Darbietungen spiegelten die Vielfalt dieser Ehrerbietung wider und zeigten, wie man die von Gott gegebenen Talente nutzen kann, um ihm Ehre zu erweisen. So hatten sich auch zwei befreundete Profimusiker kurzfristig bereit erklärt, mit ihren Fähigkeiten das Konzert zu bereichern.
FRIEDEN
Den Abschluss bildete der Block „Frieden“, der in einer Zeit, in der Frieden wichtiger denn je ist, verschiedene musikalische Stilrichtungen vereinte. Brahms, Mendelssohn und zeitgenössische Komponisten schufen eine Atmosphäre des Friedens und der Hoffnung.
Das Konzert war aber nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch eine Gelegenheit, das Jahresmotto der Kirche „Zeit, Gutes zu tun“ in die Tat umzusetzen. Die Gemeinde sammelte Spenden für den Sterntalerhof, ein Kinderhospiz, und konnte so 600 Euro für diesen guten Zweck einnehmen.
Nach dem Konzert blieb Zeit für Gespräche und Gemeinschaft, was den Abend perfekt abrundete.
Der denkmalgeschätzte Streichersaal in der Ungargasse 27 ist seit 1935 die Heimat der Kirchengemeinde Wien-Landstraße. Der Raum war ursprünglich der Schau- und Vortragssaal der Streicher-Klavierfabrik, der sich zu einem beliebten Konzertsaal entwickelte, in dem auch Musikgrößen wie Clara Schumann oder Johannes Brahms spielten. Auch in der Gegenwart wird er immer wieder für kleinere Konzerte und Matineen von Instrumentalensembles und PianistInnen, aber auch als Probenraum für Chöre genutzt.