Jesus unser Freund und Bruder

19.01.2025

Freundschaft und Brüderlichkeit sind zentrale Elemente der göttlichen Begegnung und standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes mit Apostel Matthias Pfützner in der Kirchengemeinde Telfs. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurde auch das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet werden.

Sprüche 17, 17 „Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren“ diente als Grundlage für die Predigt beim Gottesdienst am 19.01.2025 in der Kirchengemeinde Telfs in Tirol.

Der Bibelvers ist ein Gebet, leitete der Apostel seine Predigt ein; eine Bitte an Gott, uns die Ohren und Augen zu geben, um Jesus wahrzunehmen und zu erleben. Es geht darum, dass wir in einer Kirche nicht nur Architektur oder menschliche Predigten erleben, sondern eine tiefere Verbindung zu Gott suchen. Gott ist ein Wesen der Gemeinschaft und will uns immer wieder begegnen. Freundschaft und Brüderlichkeit sind zentrale Elemente der göttlichen Begegnung. In schwierigen Zeiten braucht der Mensch einen wahren Freund, der immer an seiner Seite bleibt. Ein echter Freund liebt in guten wie in schlechten Zeiten - ähnlich wie Jesus, der in schwierigen Momenten seine Jünger nicht verlassen hat. Diese Freundschaft, die über das Oberflächliche hinausgeht, ist die Art von Beziehung, welche Gott uns schenken möchte. Wir sind aufgefordert, echte Freundschaften zu pflegen und uns für andere einzusetzen.

Der Bibelvers spricht davon, dass "ein Bruder für die Not geboren wird" und betont, dass damit nicht nur biologische Geschwister gemeint sind, sondern auch Menschen, welche beispielsweise zu unseren Kirchengemeinden gehören. In schwierigen Zeiten, wenn andere Freunde wegfallen, bleibt oft noch die Familie oder die Gemeinde, auf die man sich verlassen kann. Sind wir in der Not füreinander da, wie ein Bruder oder eine Schwester? Als Vorbild dient Jesus, der sich selbst als Bruder bezeichnete und bereit war, sich für uns zu opfern, um uns Frieden zu bringen. Nun liegt es an uns, dem Vorbild Jesu zu folgen. Dazu gab der Apostel drei konkrete Impulse:

  • Freundschaften pflegen: Investieren wir Zeit, Geduld und Kraft in Freundschaften.
  • Sind wir Bruder und Schwester für Andere: Helfen wir, wo Not ist. Verschließen wir nicht die Augen davor. Wenden wir uns nicht ab.
  • Überprüfen wir unser Gebet: Beten wir für echte Beziehungen, für tragfähige Beziehungen in unseren Gemeinden.

In ihren Predigtbeiträgen gingen Priester G. Schlechter und Diakonin S. Fürtbauer darauf ein, dass Jesus wie ein guter Freund zuhört, unsere Lasten abnimmt und uns gibt, was wir brauchen. Jesus Christus gibt uns manchmal Dinge mit auf den Weg, die uns vielleicht nicht so passen - nehmen wir sie dann im Glauben und der Liebe an. Wir sind nicht allein! Jesus zeigte seine Liebe, indem er sein Leben für uns gab. Diese unermessliche Liebe bleibt über die Jahrhunderte hinweg bestehen und ist spürbar in der Gemeinschaft der Gläubigen.

Einer der Höhepunkte des Gottesdienstes war die Spendung des Sakramentes der Heiligen Versiegelung für ein kleines Mädchen. Der Apostel gab dem kleinen Mädchen, seinen Geschwistern und den Eltern mit auf den Weg, wie wichtig es ist, die Liebe Gottes zu erfahren, die er uns durch das Wirken des Heiligen Geistes schenkt. Der Heilige Geist, der uns wie ein Kompass im Leben führt, uns an Gottes Weisheiten erinnert und uns leitet. Wir sind dazu aufgerufen unseren Kindern immer wieder zu sagen, dass sie von Gott geliebt werden und dass der Heilige Geist ihnen Orientierung gibt, um richtig zu handeln.