Freudentag in der Gemeinde Neuenegg

05.03.2023

Der Entschlafenen-Gottesdienst in Neuenegg wurde von Bischof Thomas Wihler gehalten. Grundlage dazu bot das Bibelwort aus Johannes 10,16:
"Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht in diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden."

Als schönen Einstieg in den Gottesdienst sang der Chor das Lied: «Selig sind, die Gottes Wort hören und danach tun». Das ist das verbindende Element, die Gemeinschaft mit der jenseitigen Welt, im Erleben des Entschlafenen-Gottesdienstes.

Ein paar Gedanken aus dem Gottesdienst:

  • Wochen vor dem Entschlafenen-Gottesdienst können turbulent sein. Möglicherweise hatten wir Mühe, uns auf das zu fokussieren, was geschehen soll.
  • Vielleicht hatten wir die Gelegenheit, uns mit unseren Lieben in der Ewigkeit zu beschäftigen. Dabei wurden viele schöne Erinnerungen in uns wach, je nachdem aber auch Wehmut.
  • Wir wollen dankbar sein, dass wir einen Heiland haben, der die Schlüssel des Himmels und der Hölle in der Hand hat. In seinem Herzen steht die Erlösung aller Seelen.
  • Im Gleichnis vom guten Hirten versuchte Jesus seinen Jüngern zu erklären, was die Erlösung, was das Reich Gottes ist. Jesus Christus ist der gute Hirte, der seine Herde weidet. Nach heutigem Verständnis ist damit die Kirche Christi gemeint, die Gemeinschaft derjenigen, die an Jesus Christus glauben und ihn bekennen, die getauft sind auf seinen Namen.

Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht in diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

  • Das Schwergewicht liegt auf dem Wort AUCH - auch sie muss ich herführen. Auch wir, die zur Herde Christi gehören, an Jesus Christus glauben, getauft sind auf seinen Namen - auch wir sind hergeführt worden. Es ist eine Gnadenwahl Gottes, dass wir ein Schaf Christi sein dürfen. Selbst wenn wir in eine neuapostolische Familie hineingeboren wurden - oder später dazugekommen sind - so sind auch wir in diese Herde geführt worden. Wir müssen uns bewusst sein, dass der Herr auch noch Schafe (Seelen) in anderen Ställen hat.
  • Die Schafe Jesus Christus zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Stimme des Meisters hören und ihr folgen. Viele Stimmen dringen an unser Ohr, das wird auch im Jenseits so sein. Stimmen aus dem Umfeld, Stimmen durch unsere Gedanken, Meinungen, Überzeugungen, Fragen usw. Entscheidend ist, dass wir die Stimme des Meisters hören und dieser Folge leisten.
  • Dass es viele Stimmen gibt, dagegen können wir nichts tun. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es in unseren Herzen ruhiger wird und wir uns bewusster mit Gott verbinden, damit wir die Stimme Gottes immer lauter hören und sie immer mehr von anderen Stimmen unterscheiden können.
  • Die Taufe: Wir glauben daran, dass Jesus heute viele Seelen in seine Herde aufnehmen wird. Dies geschieht durch die Taufe. Das ist der Akt, dieses Sakrament, das Seelen zu Gott führt und in die Kirche Jesu Christi.
  • Ein gläubiger Christ sagte einmal, dass er dankbar sei, dass Jesus ihn gefunden habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt, sagte einst Jesus zu seinen Jüngern.
  • Es ist die Aufgabe der Gotteskinder, durch ihr Verhalten und Handeln dafür zu sorgen, dass noch viele Seelen die Liebe Gottes entdecken können. Aus welchem Stall (Verhältnissen) sie auch kommen. Wie gewaltig wird es dann sein, wenn der Herr wiederkommen wird und auch die Seelen aus der Ewigkeit überkleidet werden mit dem neuen Kleid.


Der Gemeindevorsteher erwähnte in seinem Predigtbeitrag ein interessantes Erleben. Er hatte eine unangenehme Begegnung mit einem Menschen, der ihn beleidigte. Es bereitete ihm Mühe, diese Belastung loszuwerden. Am Samstagabend hat er mit dem lieben Gott gerungen; trotzdem konnte er das Erlebte nicht wegstecken.

In diesem Gottesdienst, während der Bischof betete, hörte der Vorsteher die Stimme Gottes: «Du musst für diesen Menschen beten». Zuerst sträubte er sich dagegen, doch dann folgte er der Eingebung. Siehe da, die Last war weg. Es wurde ruhig in seinem Herzen.