Gott will uns Menschen darauf aufmerksam machen, dass die Verheissung "Siehe, ich mache alles Neu!" etwas Wichtiges ist.
Das Lied des Chores "Habe deine Lust am Herrn" forderte zudem auf, Lust an der Gegenwart mit und an der Zukunft bei Gott zu haben, denn er wird es wohl machen.
Wenn wir Menschen etwas Neues machen, dann bauen wir auf etwas Bestehendem auf. Neue Erfindungen oder neue Verfahren, die wir uns ausdenken, bauen auf vorhandenen Grundlagen und Erfahrungen auf.
Wenn Gott etwas Neues macht, dann ist das ganz anders. Er schafft etwas Neues aus dem Nichts. Die ganze irdische und geistige Schöpfung entstand aus dem Willen und aus dem Wort Gottes heraus, "Und Gott sprach: Es werde ..." (1. Moses 1,3). Auch die neue Schöpfung, die in der Offenbarung 21,5 angekündigt ist, wird aus dem Nichts heraus entstehen. Es wird etwas noch nie Dagewesenes sein, das wir uns heute gar nicht richtig vorstellen können. Wir werden nicht mehr an Gott glauben müssen, da er direkt bei den Menschen sein wird, "Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!" (Offenbarung 21,3).
Der Bischof wies in seiner Predigt auch auf das Kinderlied "Das Gotteshaus ist unsre Lust" hin. Im Liedtext steht, dass die Freude sogar noch mehr wird. Wäre hingegen die frohe Botschaft von Jesus, das Evangelium eher eine Last statt eine Lust, dann müssten wir wohl unsere Erwartungen und unsere Einstellung überprüfen.